Die Jeux Dramatiques im Kindergarten
Auch Leben muss gelernt werden (Ernst Jünger)


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Die Jeux Dramatiques treffen auf der einen Seite die Grundbedürfnisse kleinerer Kinder, man denke an das Spielen, sich Bewegen, balgen, auf der anderen Seite ermöglichen sie ein Ausprobieren und ständiges Wiederholen von einfachen Handlungen.

Durch das Arbeiten an einem Thema verstärkt sich das Erproben von Handlungsmöglichkeiten bezüglich dieses Themas. Die Kinder lernen ganzheitlich alles, was sie selber bezogen auf das Thema wahrnehmen und aufnehmen können. Z.B.: Als Hirte ein Schaf versorgen, es füttern, streicheln, es auf die Weide bringen und mit ihm wieder nach Hause gehen.

Gerne gewählte Themen und Projekte sind:

Tiere im Wald, auf der Wiese, im Wasser, am Bauernhof, in den verschiedenen Kontinenten, einfache Märchen, Bilderbücher, der Jahreskreislauf, die Farben, die Umwelt, Ritter

Das Weglassen der Sprache fördert die Fähigkeit sich zu vertiefen und gestaltet Kommunizieren neu. Die Kinder erfahren neue Wege des sich aufeinander Einlassens. Jedes Kind bestimmt, wie es ihm gerade möglich ist, seine Rolle und sein Spiel.

Durch das Spiel werden Kräfte wie Phantasie, Vorstellungskraft, Spielfreude, Spontaneität, entdeckt und entwickelt. Themen, Texte, Geschichten werden für die Kinder in einer spannenden und phantasievollen Art erlebbar, spürbar und deutlich begreifbarer.

Das Kind gewinnt im Laufe des Spielens zunehmend Sicherheit bezüglich, was es erleben möchte und was nicht. Es beginnt sein Tun zu reflektieren. Gleichzeitig entwickeln sich im Gruppengefüge soziale Prozesse, die wiederum Entwicklungsschritte zulassen.

In Gruppen in denen Integration gelebt wird und oder in denen Kinder aus verschiedenen Ländern, Völkern sind, macht es Sinn Spiele anzubieten, die auf die Sprache verzichten und mit dem Einlassen auf das Gegenüber arbeiten. So lassen sich Verständnis, Akzeptanz und eine gemeinsame Basis aufbauen. Mit den Jeux Dramatiques überwinden wir Sprach und Intelligenz Barrieren und ermöglichen eine wertfreie Begegnung im Jetzt.

Die Kinder lernen im Spiel:

  • Sie lernen sich etwas vorzunehmen, es umzusetzen und zu reflektieren.
  • Sie lernen sich im Bauen und Spielen zu vertiefen.
  • Sie lernen Kontakt aufzunehmen und sich nonverbal auszudrücken.
  • Sie werden mutiger im Ausprobieren von Handlungen.
  • Sie werden gelassener, wenn es Konflikte gibt.
  • Sie können Defizite aufarbeiten.
  • Sie können an Grenzen gehen, ohne Schaden zu nehmen.
  • Sie erleben sich geachtet und angenommen und integrieren diese Haltung.

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Jeux ist schön, da kann man ein Tier sein. (Anna Maria 4 Jahre)
Beim Jeux kann man sich eine Mama aussuchen. (Hanna, 4 Jahre)
Beim Jeux darf man ein Haus bauen. (Clemens 4 Jahre)

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